Welche Sojasauce für was? Sorten, Unterschiede und Qualität erkennen

Stand: September 2026

Sojasauce ist die wichtigste Würzsauce der asiatischen Küche und sie steht inzwischen in fast jeder Küche. Trotzdem greifen die meisten immer zur gleichen Flasche. Dabei gibt es je nach Gericht die passende Sorte: eine für Sushi, eine für den Wok, eine für klare Brühen und eine für das Finish auf dem Steak. Hier erfährst du, welche Sojasauce wofür gemacht ist, was „hell“ und „dunkel“ wirklich bedeutet, woran du gute Qualität erkennst und wie du sie lagerst. Dazu kommen Produkte, Gebinde und Preise aus unserem Sortiment – vom Kikkoman-Kanister bis zur Manufaktur-Shoyu aus dem Holzfass.

Das Wichtigste in Kürze

  • Für fast alles reicht eine japanische Koikuchi, also die dunkle Standardsorte. Sie macht rund 80 Prozent der japanischen Produktion aus.
  • Helle japanische Sojasauce (Usukuchi) ist salziger als dunkle. Helle chinesische Sojasauce ist dagegen die Würzsauce, und dunkle chinesische bringt vor allem Farbe und Süße. „Hell“ und „dunkel“ heißen in Japan und China also verschiedene Dinge.
  • Gute Sojasauce hat vier Zutaten: Wasser, Sojabohnen, Weizen und Salz. Tamari kommt zudem ohne Weizen aus.
  • Geöffnet gehört sie in den Kühlschrank. Sie wird zwar nicht schlecht, aber sie verliert Aroma und wird dunkler.
  • Der Preis reicht von rund fünf bis über 400 Euro pro Liter. Der Unterschied liegt dabei in Reifezeit, Fass und Handarbeit.

Welche Sojasauce für welches Gericht?

Für Sushi und Sashimi nimmst du eine dunkle japanische Sojasauce (Koikuchi) oder eine Tamari. Im Wok und für gebratenen Reis passt dagegen eine helle chinesische Sojasauce, ergänzt durch ein paar Tropfen dunkle chinesische für die Farbe. Klare Brühen und Dashi bekommen eine helle japanische (Usukuchi) oder eine weiße Sojasauce (Shiro). Nasi Goreng braucht hingegen die süße indonesische Ketjap Manis, und zum Finish auf Fleisch oder Fisch nimmst du schließlich eine gereifte Saishikomi.

Die Zuordnung im Überblick

Die Tabelle zeigt die Zuordnung mit je einem Produkt für den Einstieg und einem für die Spitzenklasse.

GerichtPassende SorteEinstiegSpitzenklasse
Sushi, Sashimi, PokeKoikuchi (dunkle japanische), TamariKikkoman Shoyu 1 lMarunaka Jouzou Shoyu 720 ml, Suehiro Murasaki Sandanshikomi 100 ml
Ramen-Tare, Marinaden, TeriyakiKoikuchiKoikuchi Japan 1 lMorita Koikuchi Premium 500 ml
Gyoza, Dumplings, DipKoikuchi mit Reisessig, KijoyuKikkoman Tischflasche 150 mlAndo Kijoyu 200 ml
Wok, gebratener Reis, Chop SueyHelle chinesische (Würze), dunkle chinesische (Farbe)Pearl River Bridge hell 500 ml, Superior Dark 500 mlLee Kum Kee Premium Light und Premium Dark 150 ml
Klare Brühen, Dashi, Gemüse, ChawanmushiUsukuchi (helle japanische), Shiro (weiße)Shiro Shoyu Goldkapsel 360 mlHarimakoku Tatsuno hell 360 ml
Nasi Goreng, Satay, GlasurenKetjap Manis (süße indonesische)Ketjap Manis 1 lHeisei Ama Tsuyu 720 ml (süße japanische Sojasauce aus Kyushu)
Steak, Entenbrust, Thunfisch, FinishSaishikomi (doppelt gebraut), gereifte SojasauceFueki Saishikomi Nama 150 mlmimi ferments Dinkel Saishikomi 100 ml, 5 Jahre im Eichenfass 200 ml
Kalter Tofu, gegrillter Fisch, glutenfreie KücheTamariKikkoman Tamari 250 mlNagara Tamari, 2 Jahre Holzfass, 500 ml
Dressing, Ponzu-Dip, Salat, BowlPonzu (Sojasauce mit Zitrus)Kikkoman Ponzu 250 mlTommy’s Soya Ponzu Shoyu 500 ml
Koreanische Suppen, Bulgogi, JapchaeGanjang (koreanische)Sempio Jin Ganjang 860 ml

Eine Faustregel für den Anfang

Japanische Sojasauce würzt und rundet ab, helle chinesische Sojasauce salzt, dunkle chinesische färbt und indonesische süßt. Wer also mit zwei Flaschen auskommen will, nimmt eine Koikuchi und eine helle chinesische. Wer dagegen Sushi und Sashimi ernst nimmt, gönnt sich eine dritte: eine gereifte Shoyu oder Tamari nur für den Tisch.

Murasaki Shoyu von Suehiro neben einer Platte mit Maki und Nigiri
Für Sushi und Sashimi lohnt sich eine gereifte Shoyu wie die Murasaki von Suehiro, die pur auf dem Fisch geschmeckt wird.

Welche Sorten Sojasauce gibt es?

In Japan sind fünf Sorten offiziell definiert: Koikuchi (dunkel, Standard), Usukuchi (hell), Tamari (fast oder gänzlich ohne Weizen), Saishikomi (doppelt gebraut) und Shiro (weiß). Dazu kommen salzreduzierte Varianten (Genen) sowie süße Sojasaucen aus Südjapan. China, Korea und Indonesien haben eigene Sorten – dazu kommen wir gleich.

Die fünf japanischen Sorten im Vergleich

Die fünf Sorten unterscheiden sich vor allem im Verhältnis von Sojabohnen zu Weizen und in der Brauweise. Daraus ergeben sich dann Farbe, Salzgehalt und Einsatz.

SorteSoja und WeizenSalz (ungefähr)Anteil in JapanFarbe und GeschmackEinsatz
Koikuchi (dunkle Sojasauce)je zur Hälfte16 Prozentrund 80 Prozentrotbraun, ausgewogen, viel UmamiAllzweck: Kochen, Tisch, Sushi, Marinaden
Usukuchi (helle Sojasauce)je zur Hälfte, kürzer gereift, mehr Salz18 bis 19 Prozentrund 10 Prozenthell, salziger, weniger EigengeschmackBrühen, Dashi, Gemüse, alles, was seine Farbe behalten soll
Tamarifast nur Soja15 bis 16 Prozentrund 2 Prozentdunkel, dickflüssig, dichtes UmamiSashimi, Sushi, kalter Tofu, gegrillter Fisch
Saishikomi (doppelt gebraut)wie Koikuchi, aber mit fertiger Sojasauce statt Salzlake angesetztrund 16 Prozent, wirkt aber weniger salzigrund 1 Prozentsehr dunkel, dicht, leicht süßFinish am Tisch, Steak, Thunfisch, Ente
Shiro (weiße Sojasauce)fast nur Weizenhochunter 1 Prozentbernsteinfarben bis klar, mild, süßlichhelle Saucen, Fisch, Chawanmushi, Suppen ohne Farbe
Genen (salzreduziert)wie Koikuchi, Salz nach dem Brauen entzogenrund 9 Prozent (Kikkoman: 43 Prozent weniger)wie Koikuchi, milderwenn weniger Salz gewünscht ist

Beispiele aus dem Sortiment

Bei uns findest du zu jeder Sorte mehrere Produkte. Die helle Sojasauce Harimakoku Tatsuno kommt zum Beispiel aus Tatsuno in der Präfektur Hyogo, dem Herkunftsort der Usukuchi. Dort gibt es die Brauerei Suehiro seit 1879. Unsere Nagara Tamari reift dagegen zwei Jahre in über 100 Jahre alten Holzfässern in Gifu. Und die Kaden Saishikomi von Ando Jozo wird nicht mit Wasser, sondern mit fertiger Sojasauce angesetzt, weil die Familie Ando seit 1853 in Akita so braut.

Süße Heisei-Sojasauce und klare Crystal-Sojasauce von Fundodai aus Kumamoto
Zwei Spezialitäten aus Kumamoto: die süße Heisei und die klare Crystal von Fundodai, beide im Sortiment.

Hell oder dunkel: was heißt das bei japanischer und chinesischer Sojasauce?

Bei japanischer Sojasauce ist „hell“ (Usukuchi) die salzigere Sauce mit weniger Farbe, während „dunkel“ (Koikuchi) der Standard ist. In China ist „hell“ (Sheng Chou) dagegen die dünne, salzige Würzsauce, und „dunkel“ (Lao Chou) ist länger gereift, mit Karamell oder Melasse abgerundet, dickflüssiger, weniger salzig und vor allem für die Farbe da. Wer also eine dunkle chinesische wie eine japanische verwendet, versalzt nicht, aber das Gericht wird schwarz und süß.

Was das für Sushi und Wok bedeutet

Das ist die häufigste Verwechslung überhaupt. Ein japanisches Rezept mit „Sojasauce“ meint immer Koikuchi. Verlangt ein chinesisches Rezept dagegen „helle und dunkle Sojasauce“, dann meint es: die helle für den Geschmack, ein bis zwei Teelöffel dunkle für die Farbe. Für Sushi nimmst du deshalb nie eine dunkle chinesische Sojasauce, sondern eine japanische Koikuchi oder Tamari. Bei Rotgeschmortem, Chop Suey oder gebratenen Nudeln mit tiefbrauner Farbe gehört dagegen die dunkle chinesische in die Pfanne.

Unsere Standardprodukte dafür: Pearl River Bridge hell und Superior Dark, Lee Kum Kee Premium Light und Premium Dark, dazu die dunkle mit Pilzgeschmack für Schmorgerichte.

Was ist der Unterschied zwischen Sojasauce, Shoyu und Tamari?

Shoyu ist einfach das japanische Wort für Sojasauce, und meist ist damit die dunkle Koikuchi gemeint. Tamari ist dagegen eine eigene Sorte, die fast nur aus Sojabohnen gebraut wird, also ohne oder mit sehr wenig Weizen. Sie ist deshalb dickflüssiger, dunkler und intensiver, und in den meisten Fällen ist sie glutenfrei. Für Sushi und Sashimi ist Tamari außerdem die klassische Tischsauce in Zentraljapan.

Tamari ist übrigens die ältere Form. Sie entstand als Flüssigkeit, die sich beim Reifen von Miso absetzt, und wird bis heute vor allem in der Region um Nagoya gebraut. Weil der Weizen fehlt, dauert die Fermentation länger, und die Sauce bekommt dadurch ein dichtes, fast fleischiges Umami. Wer glutenfrei kocht, prüft trotzdem das Etikett, denn manche Tamari enthalten einen kleinen Weizenanteil. Bei uns ist die Kikkoman Tamari als glutenfrei gekennzeichnet, ebenso die Nakaroku Tamari mit 43 Prozent Sojabohnen sowie die Clearspring Tamari Double in Bio-Qualität.

Japanisch, chinesisch, koreanisch, indonesisch: worin unterscheiden sie sich?

Japanische Sojasauce wird aus gleichen Teilen Soja und Weizen gebraut und schmeckt deshalb rund und leicht süßlich. Chinesische besteht dagegen überwiegend aus Soja, ist salziger und wird in hell (Würze) und dunkel (Farbe) getrennt. Koreanische Ganjang gibt es sowohl als Suppensauce aus reinem Soja als auch als gebraute Allzwecksauce. Indonesische Ketjap Manis wird schließlich mit Palmzucker eingekocht und ist dick wie Sirup.

HerkunftTypische ZutatenGeschmackSortenTypischer Einsatz
JapanSoja und Weizen je zur Hälfte, Salz, Wasserausgewogen, Umami, leichte Süße, Alkoholnote aus der GärungKoikuchi, Usukuchi, Tamari, Saishikomi, ShiroSushi, Ramen, Dashi, Teriyaki, Tisch
Chinaüberwiegend Soja, wenig Weizensalziger, kräftiger; dunkle Variante süßlichSheng Chou (hell), Lao Chou (dunkel), mit PilzWok, Schmoren, Dim Sum, Farbe
KoreaSoja, teils Weizenherzhaft; Suppensauce sehr salzig und hellGuk-Ganjang (Suppe, nur Soja), Yangjo-Ganjang (gebraut), Jin-Ganjang (Mischung für den Alltag)Suppen, Bulgogi, Japchae, Eintöpfe
Indonesien, MalaysiaSoja, viel Palmzucker, Gewürze wie Sternanissüß, sirupartig, wenig SalzKetjap Manis (süß), Ketjap Asin (salzig)Nasi Goreng, Satay, Glasuren, Marinaden
ThailandSoja, teils Pilz oder Zuckermild, oft leicht süßhell, dunkel, süß dickflüssigPad Thai, Wok, Dips

Die Sempio Jin Ganjang ist zum Beispiel die koreanische Allzwecksauce für Marinaden und Pfannengerichte. Für Nasi Goreng steht außerdem die Ketjap Manis im Liter bereit, und für die thailändische Küche gibt es die Healthy Boy in drei Varianten. Eine japanische Antwort auf die süße Sojasauce ist schließlich die Heisei Ama Tsuyu aus Kumamoto, denn sie wird mit Wasanbon-Rohrzucker und rotem Reiswein gesüßt statt mit Zucker und Aminosäuren.

Wie wird Sojasauce hergestellt, und was bedeuten Honjozo, Nama und Saishikomi?

Gebraute Sojasauce entsteht in drei Schritten. Zuerst werden gedämpfte Sojabohnen und gerösteter Weizen mit dem Koji-Pilz (Aspergillus oryzae) beimpft, und nach rund drei Tagen ist der Koji fertig. Dann wird daraus mit Salzwasser die Maische (Moromi), die mehrere Monate bis mehrere Jahre gärt und reift. Schließlich wird gepresst, geklärt und meist kurz erhitzt. „Honjozo“ heißt genau das: natürlich gebraut, also ohne Zusatz von hydrolysiertem Eiweiß.

Was in der Maische passiert

In der Maische arbeiten Milchsäurebakterien, Hefen und Enzyme gleichzeitig. Sie bauen Eiweiß zu Aminosäuren ab (das Umami), Stärke zu Zucker und einen Teil des Zuckers zu Alkohol. Deshalb enthält jede gebraute Sojasauce von Natur aus Alkohol, meist zwischen einem und drei Prozent. Bei Kikkoman dauert die Reifung im Tank mehrere Monate, danach wird die Sauce rund zehn Stunden lang langsam gepresst und drei bis vier Tage geklärt. Manufakturen lassen die Maische dagegen ein bis drei Jahre im Holzfass, manche sogar noch länger.

Brauweise: Honjozo, Nama und Saishikomi

Die Begriffe auf den Flaschen erklären den Preis:

Fass, Jahrgang und erste Pressung

Gebraut wird übrigens nicht nur in Japan. mimi ferments in Berlin setzt eine doppelt fermentierte Bio-Sojasauce mit 45 Prozent Sojabohnen und 18 Prozent Dinkel an. Sie hat im Vergleichstest des Feinschmecker 2024 sogar den ersten Platz belegt, vor 32 anderen Sojasaucen.

Woran erkennst du gute Sojasauce?

Zuerst an der Zutatenliste: Wasser, Sojabohnen, Weizen, Salz, sonst nichts. Dann an dem Wort „natürlich gebraut“ oder „honjozo“, außerdem an einer Reifezeit oder einem Fass auf dem Etikett. Dazu kommt die Herkunft, also eine Präfektur oder Brauerei statt nur „Japan“. Und schließlich am Glas: Gute Sojasauce ist im Gegenlicht rötlich und klar, nicht schwarz und stumpf, und sie riecht nach Röstaromen und Frucht, nicht nur nach Salz.

Vier Prüfpunkte im Vergleich

Marunaka Jouzou Shoyu in der gelben Papierhülle
Marunaka Jouzou Shoyu: im August 2023 von Japan-Experten in der FAZ auf Platz eins gewählt, gebraut im Holzfass in der Präfektur Shiga.

Was kostet gute Sojasauce, und warum?

Sojasauce kostet bei uns zwischen rund fünf und über 400 Euro pro Liter. Der Kikkoman-Kanister mit 20 Litern liegt zum Beispiel bei 5,89 Euro pro Liter, eine Manufaktur-Shoyu aus dem Holzfass dagegen bei 60 bis 160 Euro, und doppelt gebraute oder jahrelang gereifte Raritäten liegen darüber. Der Preis folgt also der Zeit im Fass, der Handarbeit und der Menge, die eine Brauerei überhaupt herstellt.

Vier Preisstufen pro Liter

StufePreis pro LiterWas du bekommstBeispiele (Stand September 2026)
Standard5 bis 20 Euronatürlich gebraut im Tank, verlässlich, für Küche und TischKikkoman 20 l 5,89 € · Kikkoman 5 l 6,59 € · Kikkoman 1 l 10,27 € · Koikuchi Japan 1 l 9,61 € · Pearl River Bridge 8 l 4,99 €
Gehobener Standard20 bis 60 EuroBio, glutenfrei, salzreduziert, Tamari, weiße SojasauceKikkoman Genen 975 ml 16,40 € · Morita Koikuchi Premium 500 ml 39,88 € · Shiro Shoyu Goldkapsel 360 ml 55,39 € · Clearspring Shoyu Bio 150 ml 42,67 €
Manufaktur60 bis 160 EuroHolzfass, ein bis zwei Jahre Reifung, kleine Brauereien, NamaHarimakoku Tatsuno 360 ml 63,75 € · Marunaka Jouzou 720 ml 79,10 € · Nagara Tamari 500 ml 82,80 € · Ando Kaden Saishikomi 200 ml 106,50 € · Fueki Hatsushibori 100 ml 149,50 €
Raritätüber 160 EuroJahrgänge, Einzelfässer, viele Jahre Reifung, limitierte MengenSuehiro Jahrgang 2021, 180 ml 162,78 € · mimi ferments Dinkel Saishikomi 100 ml 268,90 € · 5 Jahre Eichenfass 200 ml 324,75 € · Marunaka Ootori Phoenix 720 ml 410,54 €

Alle Preise sind brutto, als Geschäftskunde siehst du nach dem Login außerdem Nettopreise.

Zwei Schienen für Küche und Tisch

Die Rechnung dahinter ist einfach. Beim Kochen verschwindet die Sauce in Marinade, Wok und Brühe, dort zählt also Verlässlichkeit, und ein Liter Kikkoman aus dem Kanister kostet 5,89 Euro. Am Tisch dagegen, auf Sashimi oder als letzter Tropfen auf dem Steak, schmeckst du jeden Monat im Fass, und ein Teelöffel der Marunaka Jouzou kostet dann rund 40 Cent. Deshalb fahren gute Küchen zwei Schienen: eine Standardsauce für die Küche und eine Manufaktur-Shoyu für den Tisch.

Wie lagerst du Sojasauce, und wie lange hält sie?

Ungeöffnet hält Sojasauce bei Raumtemperatur bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum, also meist zwei bis drei Jahre. Nach dem Öffnen gehört sie dann in den Kühlschrank. Kikkoman gibt für die geöffnete Flasche mehrere Monate an, und in der Praxis bleibt sie drei bis sechs Monate auf der Höhe. Sie wird zwar nicht schlecht, aber sie oxidiert: Die Farbe geht ins Schwarze, die Frucht verschwindet, und es bleibt Salz.

Sojasauce enthält rund 16 Prozent Salz und etwas Alkohol, deshalb wächst darin praktisch nichts. Was sie verdirbt, sind dagegen Sauerstoff, Licht und Wärme.

Drei Regeln für Küche und Restaurant

Glutenfrei, salzreduziert, Alkohol, vegan: was stimmt?

Normale Sojasauce enthält Weizen und damit Gluten. Glutenfrei sind dagegen Tamari ohne Weizenanteil und als glutenfrei gekennzeichnete Produkte. Salzreduzierte Sojasauce (Genen) hat bei Kikkoman außerdem 43 Prozent weniger Salz. Alkohol entsteht bei der Gärung von selbst, meist zwischen einem und drei Prozent. Sojasauce aus Soja, Weizen, Salz und Wasser ist zudem vegan, und bei Varianten mit Fisch oder Bonito steht das auf dem Etikett.

Ein paar Zahlen zum Einordnen: Eine Koikuchi liegt bei rund 16 Prozent Salz, eine Usukuchi dagegen bei 18 bis 19 Prozent. Ein Teelöffel Sojasauce bringt also rund 0,8 Gramm Salz mit. Wer mit weniger Salz kochen will, nimmt deshalb die Kikkoman Genen oder die Genen von Fueki, oder aber eine Saishikomi, die durch ihr dichtes Umami mit weniger Menge auskommt. Glutenfrei gekennzeichnet sind bei uns zum Beispiel die Kikkoman Tamari, die Nakaroku Tamari, die Megachef aus Thailand, die Go-Tan Bio sowie die Lee Kum Kee Light. Bio-Sojasaucen führen wir außerdem von Clearspring, Go-Tan und mimi ferments.

Sojasauce, Teriyaki, Ponzu, Maggi: was ist was?

Teriyaki ist eine Sauce aus Sojasauce, Mirin, Sake und Zucker, also Sojasauce plus Süße zum Glasieren. Ponzu ist dagegen Sojasauce mit Zitrussaft und Essig, also ein fertiges Dressing für Fisch, Salat und Dips. Maggi ist eine Würze aus hydrolysiertem Pflanzeneiweiß, sie schmeckt zwar ähnlich herzhaft, ist aber nicht fermentiert. Austernsauce und Hoisin sind schließlich dick, süß und eigenständig, also keine Sojasauce.

Ein Teriyaki lässt sich übrigens in fünf Minuten aus Koikuchi, Mirin und Zucker kochen. Ponzu ist dagegen als Fertigprodukt sinnvoll, weil die Zitrusfrüchte (Yuzu, Sudachi, Daidai) hier schwer zu bekommen sind: Kikkoman Ponzu für den Alltag, Tommy’s Soya Ponzu Shoyu oder die Yuzu-Sudachi-Ponzu von Sennari für die Karte. Wie Ponzu und Yuzu in der Küche wirken, zeigen außerdem unsere Rezepte Kammmuschel mit Yuzu-Kosho-Dressing und 7 Variationen vom Hamachi.

Rohe Kammmuscheln mit Yuzu-Kosho-Dressing und Basilikum auf Fladenbrot
Kammmuschel mit Yuzu-Kosho-Dressing: Zitrus und Sojasauce aus unserem Rezept-Beitrag.

Welche Gebinde gibt es für Küche und Service?

Für die Küche gibt es Sojasauce im Liter, in 5 Litern, 8 Litern und im 20-Liter-Kanister. Am Tisch steht dagegen die 150-Milliliter-Flasche mit Ausgießer, und für Takeaway gibt es Portionsfläschchen mit vier Millilitern. Manufaktur-Saucen kommen schließlich in 100 bis 720 Millilitern, also passend zum Verbrauch am Tisch.

Für einen Betrieb mit asiatischer Karte hat sich deshalb diese Aufteilung bewährt: Kikkoman oder Koikuchi im 5- oder 20-Liter-Gebinde für Marinaden, Tare und Wok, dazu eine helle und eine dunkle chinesische im halben Liter, eine Tamari für glutenfreie Gäste, eine Manufaktur-Shoyu in 300 Millilitern für Sashimi und Finish, und schließlich Tischflaschen, die aus dem Liter nachgefüllt werden. Alles kommt aus einem Lager, ohne Mindestbestellwert und in der Regel am nächsten Werktag.

Das Sojasaucen-Sortiment bei BOS FOOD im Überblick

Rund 80 Sojasaucen, von der Standardflasche bis zur Jahrgangs-Shoyu. Alle kommen aus einem Lager, ohne Mindestbestellwert und in der Regel am nächsten Werktag.

Japanische Sojasaucen

Süße, chinesische und koreanische Saucen sowie Ponzu

Alle japanischen Produkte auf einen Blick: Umami Japan bei BOS FOOD. Die Sojasaucen-Kategorie im Shop findest du außerdem hier: bosfood.de, Sojasaucen.

Häufige Fragen zu Sojasauce

Welche Sojasauce für Sushi, hell oder dunkel?

Eine dunkle japanische Sojasauce (Koikuchi) oder eine Tamari. „Dunkel“ meint hier allerdings die japanische Standardsorte, nicht die dicke dunkle chinesische Sojasauce. Für Sashimi lohnt sich außerdem eine gereifte Manufaktur-Shoyu, weil du sie pur schmeckst.

Welche Sojasauce für gebratenen Reis?

Für chinesischen Bratreis eine helle chinesische Sojasauce für die Würze und ein paar Tropfen dunkle für die Farbe. Japanischer Bratreis (Chahan) bekommt dagegen eine Koikuchi, und Nasi Goreng braucht die süße Ketjap Manis.

Ist Sojasauce glutenfrei?

Normale Sojasauce enthält Weizen und damit Gluten. Glutenfrei sind dagegen Tamari ohne Weizenanteil und Produkte, die ausdrücklich so gekennzeichnet sind, zum Beispiel die Kikkoman Tamari oder die Nakaroku Tamari.

Muss Sojasauce in den Kühlschrank?

Ungeöffnet nicht. Nach dem Öffnen aber schon, weil sie sonst oxidiert, dunkler wird und Aroma verliert. Unpasteurisierte Saucen (Nama) und Tamari gehören deshalb auf jeden Fall in den Kühlschrank.

Kann Sojasauce schlecht werden?

Wegen des hohen Salzgehalts verdirbt sie praktisch nicht, allerdings verliert sie nach drei bis sechs Monaten offen deutlich an Geschmack. Riecht sie stechend oder bildet sie einen Film, dann entsorgst du sie.

Enthält Sojasauce Alkohol?

Ja, denn jede gebraute Sojasauce enthält Alkohol aus der Gärung, meist zwischen einem und drei Prozent. Bei manchen Produkten wird zusätzlich Alkohol zur Stabilisierung zugesetzt, dann steht „enthält Alkohol“ auf dem Etikett.

Sojasauce oder Maggi, ist das dasselbe?

Nein. Maggi-Würze wird aus hydrolysiertem Pflanzeneiweiß hergestellt, Sojasauce entsteht dagegen durch monatelange Fermentation von Soja und Weizen. Beide schmecken herzhaft, aber Sojasauce bringt zusätzlich Süße, Säure und Röstaromen mit.

Was ist der Unterschied zwischen Sojasauce und Teriyaki-Sauce?

Teriyaki-Sauce besteht aus Sojasauce, Mirin, Sake und Zucker. Sie ist deshalb süßer und dicker und zum Glasieren gedacht, während Sojasauce die Grundzutat darin ist.

Was du mitnimmst

Du willst dein Sojasaucen-Sortiment aufbauen oder eine Karte mit japanischem Schwerpunkt planen? Unsere Produktexperten beraten dich zu Sorten, Gebinden und Kalkulation: 02132 / 139-0 oder service@bosfood.de. Kein Mindestbestellwert, Lieferung in der Regel am nächsten Werktag. Zum japanischen Sortiment: bosfood.de/umami-japan